Die 6 menschlichen Bedürfnisse – Teil 1-

Glücklich fühlen

Jeder Mensch hat Bedürfnisse und diese möchten befriedigt werden. Durch die Erfüllung unserer Bedürfnisse können wir uns von der Raupe zum Schmetterling entwickeln. Diese Bedürfnisse fördern unser Weiterkommen, unsere Entwicklung und auch unsere Liebe zu uns Selbst. 

Sind mindestens 3 unserer Bedürfnisse gedeckt fühlen wir uns überwiegend glücklich und zufrieden. Ist eines unserer 2 wichtigsten persönlichen Bedürfnisse gedeckt, ist das Gefühl des Glücklichseins sehr wahrscheinlich.

Umgekehrt führt eine Nichterfüllung zum Unglücklichsein oder sogar zu Depressionen. In welche Reihenfolge ein Mensch die Erfüllung seine jeweiligen Bedürfnisse setzt, sagt viel über seinen Charakter und auch seine Reaktionen auf bestimmte Ereignisse und Situationen aus. Meist steckt in den von uns weniger priorisierten Bedürfnissen unser Potential für noch mehr Wachstum und Erfüllung. Deshalb sollte man die Positionen 4-6 der eigenen Bedürfnisse ruhig etwas näher betrachten.

Die 6 Bedürfnisse

Jeder Mensch hat Bedürfnisse und grob gesagt kann man alle Bedürfnisse in 6 Bereich einteilen. Wir sind zu jeder Zeit bestrebt diese oder zumindest eines dieser Bedürfnisse zu decken. Es gib 1000 verschiedene Arten seine Bedürfnisse zu befriedigen und so individuell wie wir Menschen sind, sind auch die Methoden oder Verhaltensweisen, wie wir diese Bedürfnisse decken oder gedeckt bekommen möchten. Hast du einmal verstanden, welche Bedürfnisse es gibt und wie sie sich bei dir äussern, hast du einen wesentlichen Schlüssel in der Hand, um das Schloss deines Herzens stets öffnen zu können und die Beziehung zu dir zu intensivieren und in die Selbstliebe und Selbstakzeptanz zu kommen.

Aufgeteilt werden die Bedürfnisse in folgende Hauptkategorien: 

  • Gewissheit / Sicherheit
  • Unsicherheit / Vielfalt
  • Bedeutsamkeit / Signifikanz
  • Liebe / Verbundenheit
  • Wachstum
  • Beitrag

Von diesen 6 Bedürfnissen hat jeder Mensch in der Regel 2 die ihm am allerwichtigsten sind und ihn täglich antreiben.

In dieser Reihe möchte ich dir jede Woche ein neues Bedürfnis vorstellen. In dieser Woche starten wir mit dem Bedürfnis:

Gewissheit / Sicherheit

Jeder Mensch möchte das Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Gewissheit fühlen. Dabei hat jeder seine eigene Vorstellung von Sicherheit. Für die einen bedeutet sie immer genügend Reserve auf seinem Sparkonto, für andere genügend Sozialkontakte zu haben. Die einen benötigen ein sicheres Zuhause in das sie täglich heimkehren können und andere wiederum die Gewissheit, dass heute Nichts gleich sein wird wie gestern. Der sichere Job, die Sicherheit der Kinder, die Sicherheit geliebt zu werden…

Jedoch sollte man sich bewusst machen, dass die Bedürfnisse nicht nur mit positiven Gefühlen und Erlebnissen befriedigt werden. Man lässt sie sich auch häufig in Form von negativen Erlebnissen und Gefühlen decken. Ganz nach dem Prinzip: „Hauptsache erfüllt!“ Reagiert und agiert der Betroffene. Stets befindet man sich im „Wie erfülle ich meine 6 Bedürfnisse?“-Modus.

Ein Beispiel

Ich möchte dir hier ein Beispiel dafür geben, wie man das Bedürfnis der Sicherheit mit negativen Emotionen deckt.

Auf einer Geburtstags-Party eines besten Freundes tummeln sich viele Leute. Es wird getanzt, gelacht und geredet. Und wie immer stehst der Freund seinem besten Freund helfend zur Seite. Plötzlich taucht wie aus dem Nichts eine ihm unbekannte Person auf. Freudestrahlend und völlig ausser sich stürmen die zwei aufeinander los. Sie umarmen und herzigen sich. Der Freund steht völlig verdutzt daneben und wird unsicher. Er fragst sich: „Wer ist diese Person und warum wird sie so herzlich umarmt?“ Die zwei verlieren sich im Gespräch und sie scheinen nur noch Augen für sich zu haben. Sie erzählen aus alten Zeiten, von gemeinsamen Erlebnissen, lachen und amüsieren sich. Plötzlich bemerkt der Freund, dass sie früher einmal beste Freunde waren, sich jedoch aus den Augen verloren hatten. Er befürchtest insgeheim im Laufe des Abends abgeschoben und ersetzt zu werden.

Innerlich tobt ein Szenario. Vielleicht nicht vor versammelter Mannschaft, doch er zeigst deutlich was er vom Verhalten seines besten Freundes hält. Er zieht sich zurück, machst sich rar und verlässt die Party mit einer Ausrede vorzeitig. Er hofft nun auf einen Anruf am nächsten Tag von von seinem Freund, wo dieser sich erkundigt, ob alles in Ordnung sei. Oder im besten Fall, er ihm nachläuft und ihn vom Gehen abhält.

Er möchtest damit erreichen, das der beste Freund ihm zeigt, wie wichtig er ihm ist und das nichts zwischen ihnen stehen kann. Er sucht die Sicherheit und Zugehörigkeit ihrer Freundschaft.

Anstatt seinem Freund die Freude zu gönnen seinen alten Freund wiedergetroffen zu haben, lässt er sich von seinen negativen Gefühlen leiten und versuchst mit einem unangebrachtem Verhalten die Sicherheit zurück zu gewinnen.

Auslöser

Nicht selten steckt hinter diesen negativen Emotionen eine negative Erfahrung, welche tief im Unterbewusstsein verankert und aktiv sind.

Einmal bewusst gemacht besteht die Chance sie nachhaltig zu verändern und zukünftig für das Gefühl der Sicherheit in Form von Selbstwert selbst sorgen.

 

Weitere Artikel zum Thema: Teil 2 – „Die 6 menschlichen Bedürfnisse: Unsicherheit / Vielfalt“

Möchtest du erfahren welche Deine 2 wichtigsten Bedürfnisse sind und wie Du diese zukünftig positiv für dich nutzen kannst?

Dann lass uns bei einem Kaffee-Talk darüber reden! 

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Stephanie Steer

Stephanie Steer

Ich mache Dinge gerne "my Way" und deshalb habe ich auch keine Ahnung wie ein "normaler" Blog verfasst, gelayoutet oder vermarktet wird und es ist mir auch schnurzpiep-egal! Mit meinen Zeilen möchte ich die Leser dazu ermutigen anders und aussergewöhnlich zu denken, Dinge so zu machen wie es ihnen gefällt und dabei Spass zu haben. Ganz nach dem Motto: "Ich bin ich, wenn ich, ich sein kann!"

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