Tagaktiv vs. Nachtaktiv

Was für ein Typ bist du?

Tagaktiv

Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen, doch dein Geist ist schon hell wach. Mit vollem Elan treibt es dich aus dem Bett. „Morgenstund hat Gold im Mund“ ist dein Lebens Motto und du fühlst dich energiegeladen und voller Tatendrang. Aufstehen ist für dich, wenn andere noch schlafen, eine wohltat, denn du freust dich an der Ruhe und er andächtigen Stille die am noch herrscht. Du kannst dich voll auf dich fokussieren da der Trubel im Aussen dich nicht ablenken kann. Deine grösste Kreativität erfährst du durch die Erholung deines Körpers und Geistes in der Nacht und die Ideen die im Schlaf im Unterbewusstsein entstanden sind. Abends wenn du ins Bett gehst, findest du schnell in den Schlaf. Selten hält dich dein Gedankenkarussel auf in die Traumwelt abzutauchen. Du schläfst tief und ruhig. Du träumst zwar intensiv, weil dies jeder tut, doch nur selten kannst du dich bewusst an deine Träume beim aufwachen erinnern. Dein Träume und Visionen zeigen sich in deinem Handeln und tun. Hier erfährst du intensivste Geistesblitze, die du meist direkt umsetzt.
Besonders in den Morgenstunden ist dein Energielevel und dein Elan am höchsten. Über den Tag verteilt braucht es häufig nur kleine Erholungsphasen und am Abend gehst du gerne zeitig ins Bett, um deine „Akkus“ voll aufladen zu können. 

 

Nachtaktiv

Morgens früh aus dem Bett zu kommen fällt dir schwer. Gerne würdest du dich noch einmal umdrehen und weiter schlafen. Der Tag beginnt bei dir am liebsten, wenn die Sonne bereits am Himmel leuchtet und dich mit ihren Strahlen beglückt. Auch brauchst du am morgen eher etwas Zeit um in die Gänge zu kommen. Einen gemütlichen Kaffee, eine warme Dusche und etwas Zeit für dich, ist das was dir den Beginn des Tages versüsst. Wenn du richtig wach und voller Energie bist, haben andere schon bereits einige Stunden ihre Energie zum Einsatz gebracht. Am späten Nachmittag drehst du erst so richtig auf und in den Abendstunden, wo andere bereits „herunterfahren“, wirst du erst so richtig aktiv. In Jobs an denen du erst am Abend voll präsent und aktiv sein brauchst, fühlst du dich wohl. Du schaffst es deine Konzentration auch zu später Stunde voll fokussiert zu halten und produktiv zu arbeiten. 

Einschlafen fällt dir eher nicht so leicht. Es ist nicht ungewöhnlich für dich, dass du noch lange im Bett liegst und deine Gedanken in alle Himmelsrichtungen umher kreisen. Du träumst eventuell intensiv und sehr Bildhaft und kannst dich häufig beim aufwachen an diese erinnern. Dein Schlaf ist manchmal eher unruhig und nicht selten fühlst du dich als wärst du in der Nacht Teil in einem Actionfilm gewesen. Du verarbeitest und reflektierst Dinge im Schlaf.
Der Alltag inspiriert dich und du nimmst Impulse im Aussen war, reflektierst und verarbeitest sie jedoch meist in der Nacht. So entstehen in der Nacht auch die besten Ideen. Es fühlt sich für dich möglicherweise so an, als würdest du am Tag im Kontakt mit anderen Menschen Impulse aufnehmen, Ideen sammeln und diese dann am Abend, wenn es um dich herum stiller wird, verarbeiten und umsetzen. 

Biorhythmus

Als Thomas Edison 1879 die Glühbirne erfand, verlor das Sonnenlicht als wichtigster bestimmender Faktor für unsere Ruhe- und Wachzeiten an Bedeutung. Jeder Mensch hat seinen eigenen Biorhythmus und laut der Wissenschaft, sind mehr als die hälfte aller Menschen ein nachtaktives Wesen. Nicht nur, dass es diese Unterschiede bei uns Menschen gibt, sie kommen auch in der Natur und im Tierreich vor. So gibt es Blüten die nur in der Dunkelheit ihre Blüten öffnen, wonach es nicht ungewöhnlich erscheint, dass der Nachtfalter der diese Blüte bestäubt, ebenfalls ein Nachtaktiver ist. 

Das „Timing“ jedes einzelnen ist deshalb so wichtig, weil sie unserem Organismus die Fähigkeit verleihen, regelmässige Veränderungen in unserer Umwelt vorherzusehen und rechtzeitig darauf reagieren zu können. Das schafft uns einen Überlebensvorteil.

Anpassung macht Krank!

Wir sind mehr und mehr dabei uns von unserem eigenen Biorhythmus zu entfernen. Durch die Industrialisierung und die Erfindung des Lichts, ist es möglich den Tag und die produktive Zeit zu verdoppeln. Arbeitszeiten haben sich verschoben und Spät-und Nachtschichten wurden eingeführt. Immer mehr Menschen begannen gegen ihren Biorhythmus zu leben, obwohl er sich nicht so einfach verändern lässt.
Nun finde ich es gut, dass es für Nachtaktive Menschen möglich ist, ihrem eigenen Rhythmus bei einer Spät- und Nachtschicht nachkommen zu können. Doch die Industrie nimmt keine Rücksicht auf den Biorhythmus des Einzelnen und so arbeiten häufig auch tagaktive Menschen in der Nacht. Dies hat langfristig ernsthafte Folgen für die Gesundheit. Es ist bereits erwiesen, dass Menschen die konstant gegen ihren eigenen Rhythmus leben, häufig an körperlichen, psychischen und geistigen Krankheiten leiden.

Würden die Erkenntnisse der Chronobiologie oder Chronomedizin in unserem Alltag besser berücksichtigt werden, liessen sich viele Krankheiten, Unfälle und Fehler vermeiden. Unsere Gesellschaft könnte enorm von der stärkeren Beachtung der Biorhythmen profitieren. Doch die Gesellschaft zwingt viele von uns mit einem frühen Arbeits- oder Schulbeginn zum täglichen Kaltstart. 

Radix als Zeichen des persönlichen Biorhythmus?

Ich möchte an dieser Stelle Beobachtungen aus meinem Coaching-Alltag, der Betrachtung meiner Mitmenschen und ihrem Geburtshoroskops teilen.

Mir fiel auf, dass es wohl einen Zusammenhang zwischen dem persönlichen Biorhythmus und dem Geburtsmuster einer Person geben kann. Personen die in meinem Umfeld eher Nachtaktiv sind, haben in ihrem Geburtsmuster eine Tendenz mehr wässrige oder luftige Aspekte in ihrem Geburtsmuster zu haben. Wohingegen tagaktive Menschen mehr feurige und erdige Aspekte aufweisen. Wenn man jetzt die Eigenschaften der jeweiligen Elemente betrachtet gehören die wässrigen und luftigen Anteile in die Kategorie der „Gefühl“ und die erdig und feurigen Elemente werden dem „Verstand“ zugeordnet. 

Feurig

Ausgehend davon, dass ein Mensch der feurige Anteile in seinem Geburtsmuster hat, sehr gerne aktiv und im Aussen beschäftigt ist, macht es durch aus Sinn, das meine Beobachtungen gezeigt haben, dass diese Menschen eher zu den tagaktiven Menschen gehören. Feuer bringt die Menschen ins Handeln, sie wollen etwas „Tun“, sie müssen aktiv an Dingen arbeiten können und die Ergebnisse sollen Sichtbar für sie sein. Ist es nun Nacht, sehen sie sprichwörtlich nichts und es ist auch das Aussen, welches ihr Feuer anheizt und ihnen Zunder gibt, inaktiv. Ihr Feuer würde sich löschen, weil niemand Holz nachlegt. Sie erfahren, wie oben erwähnt, ihre Inspiration und Vision durchs Tun und die aktive Energie des Tages und des Sonnenlichts. 

Erdig

Erdige Aspekte lieben das Analytische und Strukturierte. Doch in der Nacht wo alles dunkel und ruhig ist, fehlt ihnen die Reflektionsfläche. Sie haben ebenfalls zu wenig Drumherum, welches sie strukturieren und analysieren könnten. Die Menschen schlafen und es gibt für sie Nichts zu tun, den sie „sehen“ nichts was sie verstehen könnten.

Wässrig

Die wässrigen Elemente sind die wohl am meisten mit dem Gefühl verbundenen Aspekte. Diese brauchen die Ruhe und die Dunkelheit um fühlen zu können. Wenn der Verstand durch die Tagesaktivitäten und aktiven Energien im Aussen beschäftigt gehalten wird, fällt es schwer ins Gefühl zu kommen. In der Nacht in der es kein Licht gibt und im Aussen nichts „zu sehen“ ist, ist einzig das Gefühl das was einem die Richtung weist. 

Luftig

Am meisten Bewegung und Veränderung brauchen die luftigen Anteile. Über den Tag verteilt bekommen sie dieses zwar, doch um sie verarbeiten und reflektieren zu können brauchen auch sie die Stille und die Blindheit der Nacht. Solange sie von den sichtbaren Geschehnissen im Aussen beschäftigt gehalten werden, tobt in ihnen der Sturm und dieser legt sich erst, wenn sie die Ereignisse in der Stille „fühlen“ und sortieren können. Eigene Ideen und Visionen werden durch den Einfluss anderer immer wieder in eine neue Richtung gelenkt. Sie sind Quasi wie ein „Fähnchen im Wind“ das nur schwer im aktiven Tag weiss, in welchem Wind es eigentlich wehen möchte. 

Was bist du für ein Biorhythmus-Typ?

Hast du dich irgendwo wieder gefunden? Ich weiss, dass ich das Thema „die 4 Elemente und ihre Bedeutung“ nur sehr kurz angerissen und erklärt habe. Es ist ein sehr umfangreiches und überaus interessantes Wissensfeld, worauf ich in einem meiner späteren Beiträge näher eingehen möchte. 

Mir ist wichtig, dass du dir zu allererst einmal diese Frage stellst: 

  • „Was habe ich für einen Biorhythmus?“(Beobachte dich selbst. Wann bist du am fittesten und produktivsten, wann ausgelaugt und müde) 
  •  „Wo passe ich mich der Gesellschaft und den vorgegebenen Rhythmen an?“
  •  „Habe ich die richtigen Arbeitszeiten für meinen Biorhythmus?“
  • „Bin ich häufig Krank?“  
  • „Was denke ich über den Tag, was über die Nacht?“

Meine Beobachtungen basieren auf keiner Studie. Sie spiegeln lediglich meine Erfahrungen wieder. 

Nun noch eine Abschliessende Frage:
„Passt dein Biorhythmus zu deiner/m Partner*in und ist das wichtig?“ 

Weitere Artikel zu diesem Thema: „Tagaktiv vs. Nachtaktiv – Beziehungsdrama vorprogrammiert?“

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Stephanie Steer

Stephanie Steer

Ich mache Dinge gerne "my Way" und deshalb habe ich auch keine Ahnung wie ein "normaler" Blog verfasst, gelayoutet oder vermarktet wird und es ist mir auch schnurzpiep-egal! Mit meinen Zeilen möchte ich die Leser dazu ermutigen anders und aussergewöhnlich zu denken, Dinge so zu machen wie es ihnen gefällt und dabei Spass zu haben. Ganz nach dem Motto: "Ich bin ich, wenn ich, ich sein kann!"

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